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Seit einiger Zeit ist das Thema Faszien in aller Munde. Die Rede ist von Faszientraining, Faszienrolle, Faszienmassage und so weiter. Was aber sind Faszien eigentlich?

In diesem Artikel erfährst du, was Faszien sind, welchen Einfluss sie auf Körper und Wohlbefinden haben und warum wir sie unbedingt regelmäßig trainieren sollten.

Was sind Faszien?

Faszien sind nichts anderes als das Bindegewebe des Körpers und bestehen aus Kollagen. Sie befestigen Muskeln an Knochen und umspannen sie wie ein Netz, sodass Muskeln und Organe an ihrem Platz gehalten werden. Ohne Faszien würden wir wie Puppen zusammenfallen und unsere Organe bei jedem Schritt durch den Körper geschleudert werden.

Wenn wir Fleisch im Supermarkt kaufen, können wir die weißen Fasern beispielsweise sehr gut erkennen. Auch die Sehnen gehören zu den Faszien. Ihre Elastizität unterstützt uns bei der Fortbewegung, sodass wir weniger Energie verbrauchen und stundenlang gehen können, ohne zu ermüden.

Die Faszien speichern darüber hinaus eine hohe Menge an Wasser und helfen beim Abtransport von Giftstoffen.

Wie beeinflussen Faszien unser Wohlbefinden?

Die Faszien können unter negativen Einflüssen verdicken oder verfilzen. Da sie auch unter der obersten Hautschicht liegen, können Falten und Cellulite bei verklebten Faszien besonders stark hervortreten.

Zusätzlich sind die Faszien von Nervenenden durchzogen und können Schmerzen auslösen. Auf diese Weise lassen sich viele Rückenleiden erklären, da sich dort eine besonders große Faszie befindet. Aber auch die berühmten Knoten, wie bei der Massage beispielsweise, lassen sich auf verklebte Faszien zurückführen.

Welche negativen Einflüsse gibt es?

Faszien verkleben meistens bei einseitiger oder nicht vorhandener Bewegung. Ohne Stimulation wird nur wenig neues Kollagen gebildet und das Gewebe verklebt und verfilzt zunehmend. Das kann so weit gehen, dass an betroffenen Stellen bei jeder Bewegung Schmerzen ausgelöst werden.

Aber auch Giftstoffe vor allem durch Rauchen, alkoholhaltige Getränke oder ungesundem Essen werden im Bindegewebe eingelagert und wirken sich negativ aus. Die Faszien verlieren außerdem stark an Geschmeidigkeit, wenn zu wenig Wasser getrunken wird.

Ein weiterer nachgewiesener Faktor ist Stress. bei Labortests hat sich tatsächlich herausgestellt, dass Faszien zunehmend verfilzen, wenn sie Stresshormonen ausgesetzt werden.

Ein gesunder Lebensstil für gesunde Faszien

Was kannst du also tun, um den negativen Einflüssen zu entgehen? Die Antwort lautet: Ein gesunder Lebensstil und regelmäße Stimulation.

Ein gesunder Lebensstil umfasst den Verzicht auf möglichst viele Giftstoffe. Ganz oben auf der Liste stehen daher Rauchen und Alkohol. Alkohol enzieht dem Körper zusätzlich sehr viel Flüssigkeit. Ungesunde Lebensmittel enthalten schwer verträgliche Zucker oder Fette, die sich häufig in Süßigkeiten und fritierten oder gebratenen Speisen finden (Pommes Frites, Currywurst, Chips und so weiter).

Auf alles zu verzichten ist aber auch keine dauerhafte Lösung. Mehr geht es um einen bewussten Umgang. Einmal in der Woche mit den Arbeitskollegen zum Imbiß oder eine Tüte Chips mit Freunden am Wochenende zum Fernsehabend geht vollkommen in Ordnung, wenn an den anderen Tagen gesundes Essen mit viel Gemüse, hellem Fleisch oder Fisch und unverarbeiteten Kohlehydraten aus Kartoffeln oder Reis auf den Tisch kommt.

Ähnlich verhält es sich mit Süßgetränken. Es muss nicht komplett darauf verzichtet werden, aber wer 4 Dosen Cola am Tag trinkt, der verbessert sich schon deutlich, wenn er nur noch eine Dose am Tag oder alle zwei Tage trinkt und die restlichen Dosen durch jeweils eine Flasche Wasser ersetzt.

Stimulation für ein straffes und elastisches Bindegewebe

Durch Stimulation wird frisches Kollagen gebildet. Verspannungen lösen sich. Die Faszien werden wieder straff und geschmeidig. Aber wie kannst du deine Faszien am besten stimulieren?

Es gibt viele Methoden, die einen positiven Effekt haben. Ganz vorne steht die klassische Massage oder gezielte Trainings, wie beispielsweise Yoga oder Pilates. So gut die Effekte auch sind, leider fehlt es oft an Zeit oder Geld, um auf diese Weise eine regelmäßige Stimulation aufrecht erhalten zu können.

Auch klassischer Sport wie Joggen, Aerobic oder Fitnesstraining im Studio hat einen positiven Effekt. Allerdings zielt dieses Training eher auf die Muskeln als auf das Bindegewebe.

Es verwundert daher nicht weiter, dass die Massagerolle sich als besonders beliebt und praktisch herausgestellt hat. Sie ist immer anwendbar und es reicht schon eine Stimulation von 10 Minuten bei zwei Einheiten in der Woche vollkommen aus. Optimal ergänzt sie auch klassischen Sport und kann entweder zum Aufwärmen oder beim Cooldown eingesetzt werden.